July 21 – July 27
„A Choral Journey“
Concerts and Evensongs in England

Licht aus, Vorhang auf, Spot an

Aktuell widmen wir uns unserem kommenden Programm zur Passionszeit mit dem Titel

in der Tiefe


Aufführen werden wir es am

Sa, 6. April 2019, 16 Uhr
im Altenberger Dom
Eugen-Heinen-Platz 2
51519 Odenthal

So, 7. April 2019, 16 Uhr
in St. Ursula
Ursulaplatz 24
50668 Köln

und am
Sa, 13. April 2019, 16.30 Uhr
in der Katholischen Hochschulgemeinde Köln
Berrenrather Str. 127
50939 Köln

 

„in der Tiefe“ spielt natürlich auf den berühmten ersten Vers von Psalm 130 an, („Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“), jenen archetypischen Ausdruck – „ganz tief unten“ – von Schmerz und Verzweiflung. Die Passionszeit steht, wie der Name schon sagt, ganz im Zeichen des Leidens Jesu: des letzten Abendmahl, also seines Abschieds von den engsten Freundinnen und Freunden, des einsa-men, verzweifelten Gebets in Getsemani, des Verrats, der Gerichtsverhandlung und der Verhöhnung durch den Mob, der Geißelung, des Kreuzwegs und schließlich des Leidens und Sterbens am Kreuz.

Natürlich gibt es phantastische künstlerische, spirituelle oder theologische Auseinandersetzung mit Jesu Leiden und sie haben ihren berechtigten Platz in der Passionszeit. Dennoch fällt es schwer, durch sie einen echten persönlichen Bezug zu diesem Leiden aufzubauen, da das Leiden an sich in der Wahrnehmung schnell überschattet wird von der Tatsache, dass es eben Jesus ist, der hier leidet – also nicht irgendwer, sondern der „Gottessohn“, der „Messias“, der „Erlöser“, der mit einer ebenso wild wuchernden wie tief im Unterbewusstsein wirkenden zweitausendjährigen Tradition von Vorstellungen und Assoziationen behängt ist.

„in der Tiefe“ wirft deshalb eher Schlaglichter auf individuelles mensch-liches Leid – auf Leid, wie auch wir es nachvollziehen können, zumal wenn es in Wort und Ton gefasst wird von herausragenden Künstlern: von bekannten, wie Johann Sebastian Bach („Jesu, meine Freude“), Johannes Brahms („Warum ist das Licht gegeben“), Max Reger („Der Mensch lebt und bestehet“) oder – wie immer bei fiat ars – von weniger bekannten wie u.a. Kerstin Thieme oder Willy Sendt. Jesus ist hier nicht der Leidende, sondern die Hoffnung des Leidenden. So wollen wir versuchen, einen anderen Zugang zum Kern der Passionszeit zu gewinnen.

Ein besonderes Programm profitiert in besonderer Weise von besonderen Orten. Und so sind wir besonders erfreut, dass alle drei „in der Tiefe“-Konzerte an beson-deren Orten stattfinden werden:

Im Altenberger Dom mit seiner phantastischen gotischen Architektur und dem beeindruckenden Westfenster singen wir erstmals ein volles Programm (nachdem wir dort bisher in Liturgien aufgetreten sind).

Die romanische St.-Ursula-Kirche im Herzen Kölns ist architektonisch kaum weniger bedeutend, als „Märtyrer-Kirche“ mit der „Goldenen Kammer“ bietet sie freilich einen umso passenderen Rahmen.

Und beim Konzert daheim in der Katholischen Hochschulgemeinde wollten wir „in der Tiefe“ ganz wörtlich umsetzen und in der Tiefgarage singen. Der Titel des Konzertes hätte natürlich hervorragend an einen unterirdischen Spielort gepasst, der zudem, wie es Tiefgaragen nun einmal so an sich haben, sowohl ästhetisch wie funktional jede Menge Anlass zu tiefem, kulturpessimistischem Weltschmerz bietet. Leider mussten wir bei einer Stellprobe feststellen, dass die Tiefgarage auch rein physisch für leidvolle Erfahrungen gesorgt hätte, da in ihr eine stete, steife Zugluft weht. Und dermaßen ganzheitlich schmerzhaft soll das Erlebnis eines fiat-ars-Konzertes, selbst eines Passionskonzertes, dann doch wieder nicht sein. Daher findet das Konzert wie gewohnt in der Kirche der KHG, der Kirche Johannes XXIII. statt.

Über alle Auftritte von fiat ars informieren wir nicht nur an dieser
Stelle, sondern auch recht regelmäßig in unserem Newsletter und unter facebook.com/fiatars.